Dancing Ghosts, howling Wounds.

Ich ertrage das Sein nicht. Egal was ich tue, ich spüre nur die Steine wie sie mich in den Abgrund reissen. Ich habe weder die Luft, noch die Kraft mich zu wehren. Doch ich weiss das ich mich nicht einfach aufgeben darf. Ich muss mich an die kleinen Sonnenstrahlen heften und zu ihnen beten das sie irgendwann Mal wieder stärker scheinen werden. Dass ich irgendwann Mal wieder nach draussen treten kann und mich gut fühlen werde. Das ich glücklich bin und jeder Atemzug gut tut, und mich nicht wie jetzt, wie ein Messer in die Lunge sticht.

Der Regen lässt mich alles noch trüber sehen, obwohl er mir im Grunde immer gut tat. Doch im Moment macht es alles nur noch schlimmer. Ich sitze draussen und schaue zum Wald. Doch dieses Mal macht mich das Geplätscher nicht ruhig und empfänglich, sondern nur noch trauriger und schwermütiger. Ich fühle mich wie damals als ich mich fragte ob A. denselben Wind spürt wie ich, und spätestens zu dem Zeitpunkt als ich mich meldete, und es dann hiess das genau in diesem Moment auch von der anderen Seite etwas hätte kommen sollen, zeigte mir das Beide dasselbe fühlen. Immer wieder erhalte ich gewisse Zeichen die mir etwas zeigen wollten, wie damals als ich zu M. sagte sie müsse das Negative aus ihrem Leben streichen, weil es auf Dauer nicht gut tut. Ich überlegte mir dies für mich, und musste mir eingestehen das auch ich in einer Scheinwelt lebte. Ich ging mit dem Vorsatz nach Hause mir dies zu Herzen zu nehmen und öffne einen Katalog der gerade herumlag. Das 1ste Buch das mich ansprang hiess etwas wie im Sinne von „Halte negative Menschen von dir weg“. Ich war sehr erstaunt und empfand dies als eine Art Zeichen. Solches passiert mir in letzter Zeit häufiger.

Das Schlimmste ist, dass ich weiss das ich etwas gehen lassen muss, dass ich nicht gehen lassen will. Ich weiss, wenn ich es nicht gehen lasse, werde ich nicht mehr Heil werden. Ich werde immer diese Grundtrübung in mir haben, und ich weiss nicht wie lange ich so noch weitermachen kann. Andererseits will ich es nicht gehen lassen, weil ich das 1ste Mal nach langem das Gefühl habe das es das sein kann. Das was mich ausmacht, dass was mir das Leben einhauchen könnte.

Ich weiss nicht was ich tun werde, doch ich weiss das etwas geschehen muss. Sonst wird aus dieser schweren Leere, ein Abgrund der mich nicht mehr gehen lassen wird.